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VXI - VME Extension for Instrumentation

Der VME Extension for Instrumentation-Bus (VXIbus) war ein, in der industriellen Messtechnik, sehr verbreitetes Bussystem. Der VXIbus stellt eine für die Messtechnik modifizierte Version des bekannten VME-Busses dar. Dieser war ursprünglich speziell für den Einsatz mit Motorola‘s 68000er Prozessoren entwickelt worden. Im Gegensatz zum VME-Bus besitzt der VXIbus eine dynamische Adressierung mit manuellen Adress- und Interrupt-Vergaben. Damit sollen Fehlfunktionen aufgrund von Doppeladressierungen vermieden werden. Dieses Konzept wurde später auch für PC’s beim Wechsel vom ISA zum PCI-Bus verfolgt.

Der VXI-Bus besitzt folgende Leistungsdaten:

  • 32 Bit breiten Adressbus
  • Datentransfertakt bis zu 16 MHz
  • Bis zu 256 Geräte an einem Bus adressierbar
  • Multi-Master-Fähigkeit, d.h. mehrere "Master"-Geräte können gleichzeitig an einem Bus betrieben werden

Damit können mit dem VXI-Bus sehr schnelle und umfangreiche, industrielle Testsysteme und auch Echtzeit-Applikationen betrieben werden.

Der VXI-Bus stand und steht in Konkurrenz zu dem bereits in den 70ern entwickelten GPIB-Bus (General Purpose Interface Bus, IEEE-488), da GPIB-Bus-fähige „Stand-Alone“-Geräte wie Oszilloskope, Funktionsgeneratoren, programmierbare Netzgeräte oder Digitalmultimeter in Form von VXI-Bus-Modulen realisiert wurden. Neben Erweiterungen bei der elektrischen Signalvielfalt wurde auch die Zahl an verfügbaren Modulgrößen erweitert. Die Hinzunahme der „C“- und „D“- Formatgrößen ermöglichte das Unterbringen von komplexen Messgeräte in einem Einschub.

Die bekannteste und häufigste Baugröße ist das Format „C“. Die Modulbreite wurde für VXI-Geräte auf 1,2 Zoll verbreitert, was die Verwendung von geschirmten Gehäusen und gehäuseinternen Abschirmflächen erleichtert und die Gefahr von elektrischen Störeinflüssen reduziert.

Schon mehrfach totgesagt, existiert der Bus auch weiterhin in der aktuellen, 2010 vorgestellten Version 4. Trotzdem kann man sagen, dass die Technologie ihren Höhepunkt am Markt deutlich überschritten hat und es mittlerweile auch genügend gute und oft auch preiswertere Alternativen gibt.

Weitere Informationen sind auf der Seite des Konsortiums zu finden.

 

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