Der LXI Standard (LAN Extensions for Instrumentation)
Einführung
Der LXI Standard (Lan EXtensions for Instrumentation) ist ein neuer offener
Plattformstandard für Messinstrumente. Version 1.0 der LXI
Spezifikation wurde im September 2005 veröffentlicht.
LXI nutzt die Vorteile der hohen Bandbreite und des hohen Durchsatzes von Ethernet. Der Formfaktor des Standards ist kleiner als der von VXI und es wird keinen Kartenkäfig , kein Slot 0 und keine Kommunikation zwischen PC und Gerät benötigt. Zusätzlich definiert
LXI die für den Einsatz in der Messtechnik wichtigen
Aspekte:
- Trigger-Eigenschaften der Instrumente
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Einheitliche Instrumentenkonfiguration
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Interaktive Diagnose (und optional Bedienung) über Standard
WEB-Browser
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Gehäuseformate und Montage im Rack
Das Konsortium
Der LXI-Standard wird vom LXI-Konsortium, einer "non-profit-" Organisation, gefördert. Derzeit gehören ihr über 50 Messgerätehersteller an. In mehr als 200 Produktfamilien sind bereits über 1500 einzelne Produkte LXI zertifiziert worden, darunter auch zwei Produkte (Advanced Drawer Fixture ADF und das LXI-(K)it) von LXinstruments.
Keine andere Messtechnik-Plattform der letzten 40 Jahre zeigte ein vergleichbar schnelles (Umsatz-)Wachstum in den ersten Jahren.
Auszug aus der Mitgliederliste:
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Agilent
Technologies |
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Elgar Electronics |
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Rohde
& Schwarz |
Fluke |
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VTI Instruments |
Keithley
Instruments |
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Kepco |
Lambda Americas |
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Pickering
Interfaces |
Racal
Instruments |
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Teradyne |
Tektronix |
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Anritsu |
Altera |
Kleiner Abriss der LXI-Geschichte
2004 stellten Agilent Technologies und VXI Technology (mittlerweile VTI Instruments) den LXI-Standard (LAN-based eXtensions for Instrumentation) vor; sie vernetzen die Vorteile der GPIB Instrumente und der VXI-Modultechnik. Schnell zeigten viele weitere Hersteller Interesse, sich am Konsortium zu beteiligen, dadurch zeigte sich aber auch, daß der Standard durch viele neue Ideen und Meinungen noch weiterer Diskussion bedarf, was sich am deutlichsten in den Änderungen zur Version 1.3 vom Oktober 2008 ausdrückte. Nach nunmehr 6 Jahren, die der Standard existiert, zeigt sich zunehmende Durchdringung und Akzeptanz auch bei den Kunden, so daß mit einer sprunghaften Verbreitung von LXI in den nächsten Jahren zu rechnen sein dürfte.
LXI Instrumentenklassen (bis Vs. 1.3)

Die Basis des Standards bis zur Version 1.3 waren die Klassen C, B und A, die additive Anforderungen stellten, wie im oberen Kreisdiagramm dargestellt.
Mit der Version 1.4 wurde das Klassensystem abgelöst durch einen LXI Core (identisch mit der Klasse C) und optionalen zusätzlichen Eigenschaften. Dies ermöglicht es den Herstellern zusätzliche, sinnvolle Eigenschaften zu implementieren, ohne deshalb an die gesamte Klassendefinition der Klassen B und A gebunden zu sein und nur deshalb nicht benötigte Eigenschaften implementieren zu müssen.
LXI Core (Vs. 1.4)
Die neuen Minimalanforderungen an ein LXI-Gerät, die bisher der Klasse C entsprachen und nun den LXI Core bilden, sind:
- High-speed Ethernet I/O
- Instrumentenerkennung
- Web Interface
- LAN-basierter IVI-Treiber
Erweiterte, optionale LXI Funktionen (Vs. 1.4)
Der Unterschied zum reinen LAN-basierten tritt am eindringlichsten in den erweiterten Optionen zu Tage:
- LXI Event Log
- LXI Event Messaging
- Zeitstempelfunktion
- Uhr-Synchronisation nach IEEE1588-2008
- LXI Triggerung (WTB)
LXI Trigger-Eigenschaften
Der LXI Standard definiert die folgenden Triggerfunktionalitäten:
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Standard Triggerfunktionalität:
Die Trigger-Eingänge und -Ausgänge werden genutzt
wie bei traditionellen Instrumenten:
Vorteil:
Höchste Performance |
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Lan Trigger und IEEE-1588:
Die Synchronisation der Instrumente
erfolgt über LAN (TCP oder UDP) und das IEEE-1588 Precision
Time Protocol. IEEE-1588 Trigger werden auch als "Time
Bombed Trigger" bezeichnet, da die verschiedenen Instrumente
anhand ihrer eigenen über IEEE1588 synchronisierten Uhren
zu definierten Zeiten messen.
Vorteil:
Keine dedizierten Triggerleitungen, räumliche Verteilung
der Systeme möglich. |
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LXI Trigger Bus:
Die Triggerung erfolgt über den
LXI Trigger Bus, einen auf geschirmten Twisted Pair Leitungen
und M-LVDS Signalen basierten Bus.
Vorteil:
Flexibles Trigger-Routing möglich. |
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letzte Aktualisierung: Mai 2011
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