Simulatoren – AC/DC-Prüfbedingungen gezielt erzeugen
Netzsimulatoren und PV-Simulatoren
Netzsimulatoren – auch Grid-Simulatoren genannt – kommen zum Einsatz, wenn Geräte unter klar vorgegebenen Netzsituationen geprüft werden sollen. Dafür lassen sich am Prüfstand Spannung, Frequenz und weitere Netzgrößen gezielt einstellen. So entstehen reproduzierbare Prüfbedingungen, mit denen Entwickler und Testpersonal Ergebnisse besser vergleichen und Fehler gezielter eingrenzen können.
Geht es dagegen um PV-Wechselrichter oder MPPT-Regler, kommen PV-Simulatoren zum Einsatz. Sie stellen die für den Test benötigte I-U-Kennlinie bereit und schaffen damit definierte Bedingungen für Prüfungen am PV-Eingang.
Speist der Prüfling während des Tests Leistung ins Netz zurück, ist je nach Anwendung zusätzlich ein rückspeisefähiges System erforderlich.
Welche Lösung passt, hängt deshalb vor allem von der Prüfaufgabe ab. Entscheidend sind Betriebsart, Leistung, Dynamik und die benötigten Prüfprofile. Schnittstellen und Rückspeisefähigkeit werden dann wichtig, wenn die Anwendung sie tatsächlich verlangt.
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KEWELL TECHNOLOGY CO.,LTD.
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Simulatoren für AC/DC-Prüfstände, Netzsimulation und PV-Tests
Netzbedingungen gezielt nachstellen
Ein Netzsimulator ist die passende Lösung, wenn das Verhalten eines Prüflings nicht nur bei normalen Netzverhältnissen untersucht werden soll.
Je nach Gerät lassen sich Spannung, Frequenz und Wellenform gezielt verändern. Dadurch können beispielsweise Spannungseinbrüche, Spannungsüberhöhungen, Frequenzabweichungen oder Oberschwingungen reproduzierbar geprüft werden.
Bei der Auswahl eines passenden Simulators sollte deshalb zuerst geklärt werden, welche Netzsituationen tatsächlich zum Prüfplan gehören und in welchem Spannungs- und Leistungsbereich gearbeitet wird.
Je nachdem, wie diese Anforderungen ausfallen, kann beispielsweise die ITECH IT7900P-Serie eine passende Lösung sein.
Rückspeisende Prüflinge sicher testen
Speist ein Wechselrichter, Speichersystem oder anderer Prüfling während des Tests Leistung zurück, reicht eine reine Quellenfunktion nicht aus. Der Prüfaufbau muss die zurückfließende Leistung auch aufnehmen können.
Für solche Anwendungen kommen rückspeisefähige Vierquadranten-Netzsimulatoren infrage. Sie können den Prüfling versorgen und aufgenommene Energie wieder in das Versorgungsnetz zurückführen.
Bei Prüflingen, die ausschließlich Leistung aufnehmen, ist diese Funktion meist nicht erforderlich. Sobald der Prüfaufbau jedoch Leistung in beide Richtungen verarbeiten muss, kann zum Beispiel die Kewell G6000-Serie als bidirektionale Vierquadranten-Lösung eingesetzt werden.
PV-Kennlinien für den Test bereitstellen
Für PV-Wechselrichter, MPPT-Regler und andere Geräte mit PV-Eingang wird dagegen ein PV-Simulator benötigt. Er stellt die I-U-Kennlinie einer PV-Quelle bereit und ermöglicht damit reproduzierbare Tests ohne PV-Module und unabhängig von der aktuellen Sonneneinstrahlung.
Hier ist vor allem wichtig, welche I-U-Kennlinien und Verläufe für die geplanten Prüfungen benötigt werden und ob der erforderliche Spannungs- und Leistungsbereich abgedeckt wird.
Welche zusätzlichen Kennlinien oder zeitlichen Verläufe sich einstellen lassen, hängt vom jeweiligen System und der Software ab.
Für diese Art von Prüfungen ist beispielsweise die ITECH IT-N2100-Serie sehr gut geeignet.
Die Prüfaufgabe entscheidet über die Auswahl
Ob Netzsimulator oder PV-Simulator: Ausgangspunkt sollte immer der konkrete Test sein.
Welche Spannungen und Leistungen treten auf? Welche Situationen sollen reproduziert werden? Speist der Prüfling Leistung zurück? Sind diese Punkte geklärt, lässt sich die passende Geräteklasse und Ausstattung deutlich gezielter auswählen.
Wenn eine andere Gerätekategorie besser passt
Nicht jede Prüfaufgabe erfordert einen Simulator. Soll lediglich eine einstellbare AC- oder DC-Spannung bereitgestellt werden, kann eine programmierbare Stromversorgung ausreichen. Wird der Prüfling mit einer definierten Last belastet, ist eine elektronische Last meist die passendere Lösung. Muss ein System Leistung sowohl abgeben als auch aufnehmen, kann eine bidirektionale Stromversorgung besser zur Anwendung passen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Simulatoren
Welcher Simulator passt zur Prüfaufgabe?
Für Prüfungen unter gezielt vorgegebenen Netzsituationen wird ein Netzsimulator eingesetzt. Soll dagegen die I-U-Kennlinie einer PV-Quelle für einen PV-Wechselrichter oder MPPT-Regler bereitgestellt werden, ist ein PV-Simulator die passende Lösung.
Wann ist ein rückspeisefähiger Netzsimulator sinnvoll?
Wenn der Prüfling während des Tests Leistung zurückspeist, muss der Netzsimulator diese Leistung aufnehmen können. Bei Prüflingen, die ausschließlich Leistung beziehen, ist diese Funktion in der Regel nicht erforderlich.
Welche Angaben werden für die Auswahl eines Simulators benötigt?
Am wichtigsten sind Prüfaufgabe, Spannung, Leistung und das Verhalten des Prüflings. Danach lässt sich beurteilen, welche Dynamik, Prüfprofile, Schnittstellen und gegebenenfalls Rückspeisefähigkeit benötigt werden.