Signaturanalyse
Was ist eine Signaturanalyse?
Die Signaturanalyse lässt sich gut mit einem „Fingerabdrucktest“ für elektronische Schaltungen vergleichen.
Während eine Schaltung arbeitet, erzeugt sie eine lange Reihe von Signalen. Diese vielen Informationen würden sich nur schwer direkt auswerten lassen. Deshalb werden sie mit einem mathematischen Verfahren – oft mithilfe spezieller Schieberegister – zu einer kurzen Kennzahl zusammengefasst. Diese Kennzahl, die Signatur, funktioniert wie ein komprimierter Abdruck des normalen Schaltungsverhaltens.
Hat man eine solche Referenzsignatur für eine funktionierende Schaltung, kann man spätere Messungen damit vergleichen. Weicht der neue „Fingerabdruck“ davon ab, deutet das auf einen Fehler oder eine Abweichung im Inneren der Schaltung hin.
Ein ähnliches Prinzip wird auch in der analogen Messtechnik genutzt, etwa wenn man Strom-Spannungs-Kurven auswertet.
Und in der Kryptografie begegnet uns die Signaturanalyse ebenfalls: Digitale Signaturen sorgen dort dafür, dass Daten eindeutig überprüfbar und unverändert sind – also genauso zuverlässig wie ein echter Fingerabdruck.
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